Noch immer werden Pressemitteilungen ohne Bildmaterial verschickt. Dabei sind Fotos schon lange ein wichtiger Teil der Berichterstattung – das gilt für digitale Medien genau wie für Print. Der Textanteil schrumpft zugunsten von Fotos und Grafiken. Mit aussagekräftigen Bildern sieht der Leser auf den ersten Blick, wovon der Artikel handelt.

Als Redakteurin waren Fotos manchmal ausschlaggebend für mich, ob ich die zugesandte Pressemitteilung verwende. Im Zweifelsfall fällt die Wahl auf einen Text mit Bildern, die in irgendeiner Form herausstechen. Menschen, Tiere, optische Highlights oder ein Bruch mit den üblichen Sehgewohnheiten kommen bei Journalisten wie Lesern gut an. Ein komplizierter Sachverhalt wird umso klarer, je aussagekräftiger Fotos und Grafiken sind.

Fehlt bei Presseinformationen das Bildmaterial, können sich viele Redakteure die Suche nach Fotos nicht mehr leisten – weder finanziell, und erst recht nicht zeitlich. Natürlich haben Verlage heute eigene Bilddatenbanken. Verwendet ein Redakteur aber zu viele dieser kostenpflichtigen Bilder, muss er sich gegebenenfalls rechtfertigen. Oder er hat spätestens am Monatsende ein Problem, wenn die maximale Bildanzahl seines Abos erreicht ist. Da liegt es nahe, auf ein Thema umzuschwenken, zu dem bereits passende Fotos vorhanden sind, anstatt selbst nach Bildern zu suchen.

Größerer Beitrag dank guter Bilder

Bildunterschrift und Fotonachweis bieten eine gute Gelegenheit, den Namen des Unternehmens noch einmal zusätzlich im Beitrag unterzubringen. Dazu kommt noch der Größenfaktor: Zum einen wird ein Artikel oft größer, wenn er mit einem oder sogar mehreren Bildern ausgespielt wird. Liegen keine passenden Bilder vor, schrumpft er zu einer kurzen Meldung oder wird mitunter gar nicht veröffentlicht. Gerade bei Ratgeberthemen sammeln sich unzählige News in den E-Mail-Postfächern der Journalisten. Sind die mitgeschickten Fotos zur Pressemitteilung besonders gelungen, werden sie oft an einer prominenten Stelle platziert. Wer freut sich nicht über das eigene Bild als Aufmacher auf der Startseite oder als zusätzliches Teaserfoto im Inhaltsverzeichnis einer Sonderbeilage?

Fotonachweis nicht vergessen

Aussagekräftige Fotos sind das Herzstück jeder Pressemitteilung. Zwingend notwendig ist, zu den einzelnen Dateien die richtigen Bildnachweise anzugeben – und zwar an einer leicht auffindbaren Stelle. Denn es ist umständlich für Journalisten, erst einmal nach dem Bildnachweis zu suchen. Das gilt ebenfalls, wenn die Bilder zur freien Verwendung sind. Liefert man die Bildunterschriften gleich mit, ist das eine weitere Arbeitserleichterung für die Journalisten.

Formsache: Anhang oder Downloadlink?

Auch die Form der mitgeschickten Fotos spielt eine Rolle. Große Dateien füllen den Posteingang der Redakteure, dafür ist das Material sofort verfügbar. Werden stattdessen Bilder mit niedriger Auflösung beigefügt, müssen vor allem Printjournalisten größere Dateien anfordern. Wem dieser Aufwand zu hoch ist, der verwendet das Bild eventuell doch nicht, oder eben nur so groß, wie es die Auflösung erlaubt.

Auch ein Downloadlink zum Pressebereich auf der eigenen Website ist möglich, solange die Bilder dort frei zugänglich sind und keine vorherige Anmeldung nötig ist. Wofür man sich entscheidet, ist Abwägungssache. Wenn die Pressestelle gutes Bildmaterial liefert, erhöht das auf jeden Fall die Chancen, dass das eigene Thema aufgegriffen wird.

 

Bildnachweis: Photo by Bank Phrom on Unsplash

Das Bild macht‘s – Warum Fotos bei Pressemitteilungen so wichtig sind

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Franziska Schmid

Junior Beraterin, Outdoor Addict und Kaffeejunkie. // Instagram: @allgaeuhippie

Category: Presse- und Medienarbeit
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